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Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten sind sexuell übertragbare Erkrankungen, die auch STI (sexually transmitted infections) genannt werden und durch Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze ausgelöst und von einer Person auf die andere übertragen werden können. Ungeschützter Sexualverkehr ist der Hauptübertragungsweg dieser Krankheiten und kann Männer und Frauen unabhängig von ihrem Alter und ihrer sexuellen Orientierung betreffen. Während einige dieser Erkrankungen oft asymptomatisch verlaufen, zeichnen sich andere durch klare Beschwerden aus.

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Chlamydien

Eine Chlamydieninfektion zählt zu den häufigsten STIs und beruht auf einer Infektion mit Bakterien durch Geschlechtsverkehr (vaginal, anal, oral). Eine Infektion mit Chlamydien kann Männer und Frauen betreffen. Da oft nur leichte oder keine Beschwerden auftreten, bleibt diese bakterielle Infektion jedoch häufig unentdeckt, was unter Umständen zu schweren gesundheitlichen Folgen wie einer chronischen Entzündung und Unfruchtbarkeit führen kann.

Gonorrhoe (Tripper)

Gonokokken sind Bakterien, die Gonorrhoe (Tripper), eine Infektion der Harnröhre und der Genitalien bei Männern und Frauen auslösen. Die Erkrankung kann beim Sex aber auch durch Handkontakt übertagen werden und äußert sich bei Frauen wie Männern oftmals durch einen grünlich gelben Ausfluss aus der Harnröhre, sowie Brennen beim Wasserlassen und allgemeines Unwohlsein.

Genitalwarzen (Feigwarzen)

Feig- oder Genitalwarzen werden durch eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) ausgelöst und betreffen Männer und Frauen. Nach der Ansteckung mit dem Virus, das ein Leben lang im menschlichen Körper verbleiben kann, kommt es im Intimbereich zu der Entstehung von gutartigen Hautwucherungen. Zwischen der ersten Ansteckung und der Ausbildung der Warzen vergehen in der Regel zwischen 4 und 8 Monate.

Genitalherpes

HSV-2 Viren sorgen im menschlichen Körper für die Entstehung von Genitalherpes. Diese Virusinfektion gilt als hochansteckend und manifestiert sich an den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen in Form von flüssigkeitsgefüllten Bläschen, die unter Umständen aufplatzen und gegen Ende eines Ausbruches verschorfen können. HSV-2 Viren verbleiben lebenslang im Körper und durchlaufen Stadien der Inaktivität und Reaktivierung, die jeweils von Symptomen wie Kribbeln und Juckreiz begleitet sein können.

Ureaplasma

Eine Infektion durch Ureaplasma urealyticum ist eine andere sexuell übertragbare Krankheit, die häufig bei beiden Geschlechtern auftreten kann. Speichel, Blut und ungeschützter Geschlechtsverkehr sind die vorrangigen Übertagungswege dieser STI, die leider häufig aufgrund fehlender Symptomatik kaum oder gar nicht erkannt wird.

Mycoplasma

Mykoplasmen sind Bakterien, die unterschiedliche Arten von Infektionen der Harnwege und Genitalien auslösen können und bei Männern und Frauen auftreten. Diese Infektionen verlaufen speziell bei Frauen oft asymptomatisch oder mit Symptomen, die einer Chlamydieninfektion gleichen. Ausfluss und Brennen beim Urinieren sind Beschwerden, die bei Männern und Frauen auftreten.

Candida

Candida nimmt im Bezug auf Geschlechtskrankheiten eine Sonderrolle ein. Diese Pilzerkrankung fällt nicht direkt unter die Kategorie der STIs, sondern wird medizinisch eher zu den Infektionen des weiblichen Genitaltraktes gezählt. Candida albicans ist ein Hefepilz, der zwar natürlich im Körper vorkommt, sich im Falle eines geschwächten Immunsystems jedoch massiv vermehren und zu Beschwerden wie dickem, weißem Ausfluss, starkem Juckreiz und Rötung im Genitalbereich führen kann.

Trichomonas vaginalis

Die Infektion mit Trichomonas vaginalis ist eine sexuell übertragbare Erkrankung, die durch einen Einzeller ausgelöst und bei Frauen zu Reizungen und Entzündungen der Vaginal- und Harnwege führen kann. Obwohl Männer in der Regel symptomfrei bleiben, kann diese Krankheit auch sie betreffen. Frauen erleben häufig Brennen beim Urinieren und grünlich-gelben, schaumigen, nach Fisch riechenden Scheidenausfluss, der mit Schmerzen im Unterleib einhergeht.

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